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Fortsetzung von Ägypten 1 |
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Am Morgen des nächsten Tages stiegen wir auf eine Feluke um. Ziel war "Kitchener Island", eine von 2 größeren Inseln des 1.Katarakts. Es ging vorbei an "Elephantine Island", den am längsten besiedelten Teil Assuans. Zu Zeiten der Pharaonen hieß sie Yebu (Elefant), und es ist bis heute nicht geklärt, ob wegen der Granitblöcke an der Südspitze, die wie badende Elefanten aussehen, oder wegen des früher hier stattfindenden Elfenbein-handels. Auf "Elephantine Island" befindet sich auch das Heiligtum der Kataraktgöttin Satet. |
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Kitchener Island wurde 1892 dem englischen Generalkonsul Lord Horatio Kitchener zum Geschenk gemacht. Seine Truppen hatten die nubischen Aufstände im Sudan niedergeschlagen. Kitchener liebte exotische Pflanzen, deshalb ließ er seine Insel mit Gewächsen aus aller Welt bepflanzen. Die Kronen der Sykomoren, Kokospalmen und Dattelpalmen sind das Reich einer bunten Vogelwelt. |
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1,5 km südlich von Assuan befindet sich neben dem Fatimidischen Friedhof ein Steinbruch in welchem ein Unvollendeter Obelisk aus der Zeit Tutmosis III. liegt. Drei Seiten waren schon aus dem Fels herausgearbeitet, dann wurde ein Riss im Stein erkennbar, und das Projekt musste aufgegeben werden. |
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Eigentlich besteht der Assuan Stau-damm aus 2 Dämmen. Der erste wurde 11 km südlich von Assuan von 1898 bis 1902 von britischen Ingenieuren er-richtet. Der damals größte Staudamm der Welt wurde 2x erhöht, um die Fluten des Nils vollständig aufstauen zu können. Weitere 6 km südlich wurde 1960-1971 der Hochdamm Sadd el-Ali mit sowjetischer Hilfe errichtet. Er ist 111 m hoch, 3.830 m lang, an der Basis 980 m, und an der Krone 40 Meter breit. Dadurch wird der Nil auf eine Länge von 500 km aufgestaut und bildet den 5.500 Quadratkilometer großen "Nassersee". |
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Der Sadd el-Ali Staudamm versorgt Ägypten nicht nur mit lebensnot-wendigem Trinkwasser, sondern ist auch ein Wassereservoir für die Landwirt-schaft was eine 2-3 malige Ernte er-laubt. Obendrein ist er der Garant für eine unverzichtbare Stromversorgung. Gleichzeitig brachte der Damm ver-schiedene Umweltprobleme mit sich. So mussten zahlreiche antike Monumente wegen des gestiegenen Wasserspiegels aufwendig versetzt werden. |
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Ein Beispiel für die Versetzung ist der Philae-Tempel, welcher der Göttin Isis geweiht war. Dieser Tempel stand ur-sprünglich auf der Insel Philae. Er wurde ab 1977 in 37.363 Blöcke zersägt und auf der etwas höher gelegenen Nachbar-insel "Agilkia" wieder zusammenge-setzt. "Nasse Füsse" bekam Isis bereits 1902 nach dem Bau des ersten Staudamms. |
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Auf der Insel Agilkia befinden sich mehrere Tempelanlagen, die hierher verlegt wurden wie zum Beispiel der Trajans-Kiosk (Bild). Schmuckszenen zeigen den römischen Kaiser Trajan bei der Opferung an Osiris und Isis. |
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Nach der Errichtung des Hochdamms wurden insgesamt 29 Tempelanlagen in einem UNESCO-Projekt hierher verlegt. Im Bild der grandiose Isis-Tempel, der in der ptolomäischen Periode errichtet, und in der römischen Zeit erweitert wurde. |
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Mit einem kleinen Boot fuhren wir durch den Katarakt, durch kleine verwundene Kanäle und bewunderten die Flora und Fauna. |
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Weiter ging es vorbei am Mausoleum des Aga Khan am Westufer des Nils. Aga Khan III. (1877-1957) war das Ober-haupt der islamischen Schiiten. Nach seinem Tod ließ seine Witwe, die Begum, hier ein Mausoleum im fati-midischen Stil für ihren verstorbenen Mann errichten. |
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Wir besuchten ein Nubierdorf. Im Hintergrund sieht man den 1. (alten) Staudamm. 100.000 Menschen mussten durch den Bau der beiden Staudämme zwischen 1902 und 1970 umgesiedelt werden. Sie siedelten sich zwischen Kom Ombo und Assuan an, da ihre ursprüngliche Heimat in den Fluten des Nasser-Sees für immer versank. |
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Die Frauen der Nubier sind alle reinliche schöne, gepflegte Frauen. |
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Dieses Nilkrokodil-Baby wurde von den Nubierkindern in einem Terrarium ge-halten und aufgezogen. Man sagte mir, dass es in 14 Tagen nicht mehr ratsam wäre, dieses Tier mit der bloßen Hand zu nehmen. |
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Die ganze Nacht fuhren wir mit der "Coral I" zurück nach Luxor. Am Morgen wurden wir durch einen Sonnenaufgang der besonderen Art geweckt. Es war absolut still, man hörte auch kein Rauschen des Wassers, man nahm nur das vorbeiziehende Nilufer mit seiner Vegetation und die ersten wärmenden gold-orange-farbenen Sonnenstrahlen wahr. |
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Wir erreichten wieder Esna, wo gerade der Muezin vom Minarett zum Gebet rief. |
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Durch die Schleuse von Esna fuhren sicher schon Tausende von Schiffen, was man auch unschwer erkennen konnte. |
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Am Bahnhof von Luxor ging es recht lustig zu. Die einheimischen Männer tanzten und sangen. Wir fuhren mit dem Nachtzug im Liegewagen nach Giseh. Unsere Fahrzeit betrug 9 Stunden. |
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Die erste Besichtigung führte uns nach Sakkara. Das Herzstück der Nekropole von Sakkara ist die Stufenpyramide von Djoser, die als Prototyp für die Pyra-miden von Giseh und alle darauf fol-genden Pyramiden gilt. Der bemerkens-werte Bau wurde für Djoser, König der 3. Dynastie, errichtet und um 2700 v. Chr. von seinem Architekten, dem Hohe-priester Imhotep , ausgeführt. |
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Selbst hier, am Rande der Wüste, ist die Touristenpolizei überall präsent. Dieser Polizist hat sich zum fotografieren mit seinem Wüstenschiff in Pose gestellt, natürlich nicht ohne bakschisch dafür zu verlangen. |
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Die mittlere Pyramide auf diesem Bild ist die Pyramide des "Chefren" und erreicht fast die Größe der Pyramide seines Vaters "Cheops" (rechts). Die Pyramide des "Mykerinos" (links) ist kleiner. Ob damit ein Machtverfall doku-mentiert wurde, ist unter Archäologen umstritten. Die 3 kleinen Pyramiden davor ("Pyramiden der Königinnen") wurden für Mitglieder der Königsfamilie erbaut. Die tatsächliche Nutzung bleibt bis heute unbekannt. Alle Pyramiden wurden in nur 3 Generationen, während der 4. Dynastie (2686 - 2181 v. Chr.) errichtet. Respekt - wir stehen vor einem Weltwunder! |
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Plötzlich kam ein Sandsturm auf, wie man auf diesem Bild deutlich sehen kann. Die löwenhafte Sphinx, Be-wacherin des Giseh-Plateaus, wird auf Arabisch "Abu al-Hol", "Vater des Schreckens", genannt. |
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Schon sehr beeindruckend
die Größe der Sphynx und die Cheops- (Khufu) Pyramide. Sie ist die älteste
in Gizeh. Vor allem geht einem immer durch den Kopf: "Wie haben die das
damals ge-macht?"
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Als nächstes besuchten wir die Zitadelle in dessen Komplex unter anderen Moscheen auch die Mohamed-Ali-Moschee (Bild) steht. Sie wird auch "Alabastermoschee" genannt und ist eines der Wahrzeichen Kairos. Diesen Namen erhielt sie auf Grund der bis zu einer Höhe von 11 Metern anstehenden Verkleidung aus Alabaster. Im 14.Jh. stand hier ein mamlukischer Palast, der 1824 einer Pulverexplosion zum Opfer fiel, günstig für die Baupläne Mohammed Alis. Der Bau begann 1828 und zog sich, mit den Innenausbauten, bis 1857, nach dem Tod des Paschas, hin. |
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Im Inneren der Alabastermoschee fasziniert ein gewaltiger Luster, der den ganzen Innenraum umfasst. Die groß-artige Raumwirkung der Moschee wird durch die 52 Meter hohen, auf vier Pfeilern ruhende Kuppel erreicht. Natürlich betritt man die Moschee ohne Schuhe, was durch 2 Touristenpolizis-tinnen am Eingang kontrolliert wird. |
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Unterhalb der Zitadelle versammeln sich zahlreiche Moscheen. Von hier hat man auch einen wunderbaren Ausblick auf Kairo. |
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Im Ägyptischen Museum in Kairo ist eine eigene Abteilung, Tutanchamun (1336 - 1327 v.Chr.) gewidmet. Eine hervorragende Schau, angesichts des Alters der augestellten Objekte. Hier die Lehne des Thronsessels, welche den Pharao mit seiner Gattin "Nofretete" unter den Strahlen "Atons" darstellt, verziert mit Blattgold, Fayence-, Glas- und Steineinlagen. Er war der Sohn "Echnatons", des Ketzerkönigs. |
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Der Goldsarg (der 3.) ist 1,85 m lang, und besteht aus 2,5 - 3,5 mm starkem Massivgold. Allein der Geldwert und das Gewicht ist beachtlich. |
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Die goldene Totenmaske ist nur eine von 1700 Grabbeigaben, die in der Grab-kammer von Tutanchamun entdeckt wurden. Sie ist mit vielfarbigem Glas, Lapislazuli, Grünem Feldspat, Karneol, Alabaster und Obsidian ausgelegt. |
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Nach 3 Tagen in Kairo und Umgebung ließen wir unseren Urlaub noch 5 Tage am Roten Meer in Hurghada ausklingen. Am Landesteg bei unserem Hotel lagen Boote für die Tauchtouristen. Zwei mal besuchte uns hier ein Delphin, der mit den "Schnorchlern" seinen Spaß hatte. |
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Ein solches Boot ist hier zu sehen. Noch ein Erinnerungsfoto, bevor es zum Flughafen und weiter in die Heimat ging. |