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Die Stadt
Budweis wurde
im Jahre 1265 von Přemysl Otokar II., dem König von Böhmen, gegründet.
Sie liegt am Zusammenfluss der Moldau und der Maltsch. In einer Ecke des
mächtigen Marktplatzes,
der den Namen des Königs trägt, befindet sich die
St. Nikolaus Kathedrale,
ursprünglich
ein gotisches Bauwerk (13. Jh.), im 17. Jh. nach dem Brand der Stadt im
Barockstil erbaut. Neben der Kathedrale erhebt sich der
Schwarze Turm
(72 m hoch,
1549-77), in
dem sich das Glockenspiel und das Metallmaßband die "Wiener Elle"
befindet. |
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In der Mitte des
Přemysl
Otokar
Platzes (133 x
133 Meter), befindet sich der
Samson Brunnen
(1721-1727), der größte Brunnen seiner Art in Tschechien. Umringt wird er
von wunderschönen restaurierten Prachtbauten, so z.B. in der anderen Ecke
des Platzes das
Rathaus. Ein
interessanter Blick auf die Stadt ergibt sich -->
von oben. |
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Bekannt
sind auch die
Fleischbänke, in
denen sich heute das "Masné
krámy" befindet.
Ein Renaissancegebäude, heute eine Kultbierstube, in der man das
berühmte Budweiser Bier genießen kann. Unbedingt probieren sollte man
Svičková, den
Böhmischen Lenden-braten, der mit Serviettenknödel serviert wird. Am Tag
unseres Besuches, es war Sonntag, war Frühschoppen angesagt,
natürlich mit böhmischer "Hmtata". |
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Die
Prager Burg
(Hradschin) ist das Wahrzeichen von Prag. Die teilweise über 1000 Jahre
alte Burg wurde auf einem etwa 70 Meter hohen Hügel erbaut und thront
daher schon von weitem sichtbar über der Innenstadt von Prag. Einst
herrschten von hier aus die Könige, heute ist die Prager Burg der Sitz
des Tschechischen Staatspräsidenten. Im Bild ist gerade eine der
stündlichen Wachablösungen
im Gange. Die Burg spielte eine wichtige Rolle in der europäischen
Geschichte:
Hier kam es 1618 zum Zweiten Prager Fenstersturz, dem Auslöser des
Dreißigjährigen Krieges. |
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Auf dem Zweiten Burghof steht die
Heilig-Kreuz-Kapelle. Diese im
barocken Stil gestaltete Kapelle beherbergte einst für lange Zeit den
Domschatz, der unter anderem aus einigen wertvollen kirchlichen
Utensilien besteht. Dahinter sieht man die Türme der
St. Georgs-Basilika.
Sie ist die älteste erhaltene Kirche der Prager Burg und das am besten
erhalten gebliebene romanische Bauwerk in Böhmen. Angeschlossen an
die Kirche ist das älteste Kloster der Stadt, das St.-Georgs-Kloster.
Hier ist heute ein Teil der Nationalgalerie untergebracht. |
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Über viele
Jahrhunderte hinweg bis zum Ende des 16. Jh. diente der
Königspalast
als Herrschersitz. Einer der prunkvollsten Räume, der sog.
Vladislavsaal, wurde 1493-1502 für König Vladislav Jagiello erbaut.
Seine Ausmaße sind für die damalige Zeit gigantisch: Mit 63 m Länge, 16
m Breite und 13 m Höhe erzielt das kunstvoll verschlungene gotische
Rippengewölbe noch heute einen bemerkenswerten optischen Effekt. Hier
fanden Versammlungen, Märkte und sogar Reiterturniere statt.
Heute ist der Palast
offizielle Residenz des Präsidenten der
Tschechischen
Republik. |
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Zentrales
Gebäude der Prager Burg (Hradschin) ist der mächtige
Veitsdom
mit dem Goldenen Tor an der südlichen Langseite, das mit einem Mosaik
des Jüngsten Gerichts geschmückt ist. |
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Nachdem
Prag Mitte des 14. Jh. Erzbistum geworden war, fehlte Prag eine
repräsentative Kirche und so ließ Karl IV. den
Veitsdom
bauen, eine dreischiffige Basilika, deren Türme die ganze Stadt
überragen. Bis zur endgültigen Fertigstellung des prächtigen gothischen
Gotteshauses dauerte es fast 600 Jahre. Dennoch diente es schon seit
Beginn als Ort für feierliche Akte wie Krönungen oder Begräbnisse (die
Gruft der böhmischen Herrscher befindet sich hier). Auch sonst ist die
Kirche ein Bau der Superlative: größte Kirche Prags und Tschechiens,
größte Glocke (17 t) und größte Orgel (6500 Pfeifen) des Landes. |
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Als General
Albrecht von
Wallenstein,
einer der reichsten Edelmänner zu seiner Zeit, das
Palais
1623-1630 erbauen ließ, mussten dafür mehrere Wohnhäuser der Kleinseite
weichen. Besonders sehenswert ist aber der dazugehörige Garten. Im
typisch streng geometrisch gehaltenen Barockgarten kann man eine
künstlich angelegte Tropfsteinhöhle, Wasserspiele, Brunnen und
Skulpturen sehen. In der beeindruckenden Palaisanlage residiert heute
der Senat der Tschechischen Republik. |
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Die
Brauerei
wurde 1869 in
Prag
gegründet. Ab 1871 wurde Bier gebraut und vertrieben, 1911 wurde der
Markenname Staropramen
(wörtlich: „alte Quelle“) registriert. Nach dem
Zweiten
Weltkrieg wurde der Betrieb
beschlagnahmt und verstaatlicht, 1989 nach dem Zusammenbruch des
Ostblocks
mit ausländischem Investitionskapital zu einer Aktiengesellschaft
umgewandelt. |
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Wir nahmen
an einer interessanten
Führung
durch die Brauerei
teil. Im Anschluss hatten wir Gelegenheit einige Biertypen zu verkosten. |
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Das
Kloster Strahov
ist das älteste
Prämonstratenserkloster in den Böhmischen Ländern. Es wurde
um 1140 gebaut. Während der Hussitenkriege zerstört,
entstand es in der Barockzeit wieder zu einem bedeutenden
kirchlich-kulturellen Zentrum mit einer großen
Literatur-sammlung, die neben mittelalterlichen
illuminierten Handschriften auch Globen aus dem Barock
enthält. Die Prämonstratensergemäldegalerie ist ebenfalls im
Kloster untergebracht.
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Aber noch
etwas gibt es im
Strahov
Kloster:
Eine hauseigene
Brauerei. Ein
schöner Tagesausklang bei einem schmackhaften Abendessen mit einigen
gepflegten Bierchen. Und natürlich wieder mit böhmischer "Hmtata". |
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Die
Pařížská, die
Pariser Straße
ist die teuerste Einkaufsmeile in Prag: Hier haben sich alle Luxusmarken
von Dior über Gucci bis zu Louis Vuitton angesiedelt. Sie verläuft
direkt vom Rathausplatz in die Judenstadt (Josefov) hinein bis zur
Moldau. Wunderschöne Jugendstilfassaden findet man hier. |
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Ein Besuch
des Schwarzen
Theaters ebefalls
in der Pariser Straße, stand auch auf unserem Programm. Das
Schwarzlichttheater des Schöpfers Jiří Srnec in seiner reinen Form geht
auf das Prinzip des schwarzen Kabinetts zurück. Dies bedeutet, dass in
Schwarz gekleidete Schauspieler mit den Requisiten gegen den Hintergrund
für den Zuschauer nicht zu sehen sind. Die Objekte werden hierdurch
bewegungs-fähig und eigenartig belebt. Ein toller Abend! |
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Ursprünglich stand auf der Letná Höhe ein
Stalin-Denkmal, welches nach einer 5 1/2-jährigen
Bauzeit 1955 eingeweiht und bereits 1962 wieder
gesprengt wurde. Fast 30 Jahre später wurde an
dessen Stelle ein anderes Kunstwerk errichtet. Das
Metronom.
Es soll daran erinnern, dass politische Macht
letztlich vergänglich ist. Und wahrscheinlich sollte
man sich in dieser Interpretation nicht durch
ein eher unangenehmes Detail beirren lassen: Dass
nämlich die Prager Stadtverwaltung nicht immer Geld
für den Betrieb des Pendels zu haben scheint, und
dieses daher zwischendurch auch immer wieder mal
stehen bleibt.
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Wir machten
eine Schifffahrt
auf der Moldau
und genossen gleichzeitig ein köstliches Mittagessen (natürlich mit
Bier). Die Moldau (Vltava)
ist der längste Fluss in
Tschechien
und ein Nebenfluss der
Elbe.
Sie ist 440 km lang. |
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Da in Prag
die Moldau über einige Stufen fließen muss, wird der Schiffsverkehr
durch eine Schleuse geführt. Diese heißt
Trojaschleuse
und befindet sich am linken Moldauufer. |
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Am rechten
Moldauufer liegt die premyslidische Besiedlung von
Vyšehrad
nachweislich aus der zweiten Hälfte des 10. Jh. – so
zeigen die Fundstücke fürstlicher Münzen. Den Legenden nach
war er Sitz der Fürstin Libuše und der ersten Premysliden.
Später, im 19. Jahrhundert, wurde Vyšehrad die
Nationalbegräbnisstätte und mit ihr der „Slavín" zum Symbol
der glorreichen tschech. Vergangenheit. Über 600
tschechische Persönlichkeiten liegen hier begraben.
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Die
Grundsteinlegung der Karlsbrücke
durch
Karl IV.
erfolgte am 9. Juli 1357 um exakt 5:31 Uhr – der Herrscher hatte sich
von Astrologen den günstigsten Zeitpunkt für das Zeremoniell errechnen
lassen. Als Vorbild diente die
Steinerne
Brücke in
Regensburg.
Sie wurde an der Stelle erbaut, an der die Steinbrücke aus dem 12. Jh.
stand, die 1342 durch
Hochwasser
zerstört wurde. Mit dem Bau wurde der 28-jährige
Peter Parler
beauftragt. Sie hat eine Länge von 516 Metern und eine Breite von etwa
9,50 Metern. Ihre 16 Brückenbögen ruhen auf 15 Pfeilern.
Um sie diesmal fester zu machen, wurde angeblich der
Mörtel
mit Eiern angereichert. |
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Insbesondere im
Barock wurden auf
der Brücke zahlreiche Heiligenfiguren errichtet. Die
bekannteste ist die Gedenkstätte des
Heiligen Jan Nepomuk,
der einer
Legende nach von
dieser Stelle aus auf Geheiß von
Wenzel IV. in die
Moldau geworfen worden sein soll, da er, sich auf das
Beichtgeheimnis berufend, die Inhalte der Beichten von
dessen Frau nicht verraten wollte. Am östlichen Ende der
Brücke steht der
Altstädter Brückenturm.
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Wenn man den Altstädter Ring
hinter sich gelassen hat, kommt man in die Karlsgasse, (Karlová), die
von un-zähligen Geschäften mit Geschenk-artikeln für Touristen, mit
Souvenirs und Reproduktionen von berühmten Malern bis hin zu kleinen
Holzspielzeugen umgeben wird. An der Ecke der Karlsgasse /
Seminárská-Straße steht das Haus Zum Goldenen Brunnen, eines der
malerischsten Gebäude der Altstadt, ausgeschmückt mit schönen Reliefs
des hl. Wenzel und des hl. Johannes Nepomuk.
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Das neu
gestaltete Hotel befindet sich in zentraler Lage auf dem ruhigen,
historischen Male Namesti (kleiner Platz) neben dem Staromestske Namesti,
dem Hauptplatz der Altstadt. Das Gebäude stammt aus der ersten Hälfte
des 13. Jahrhunderts und der Ort, an dem die
V.J. Rott
Familie seinen Eisenhandel aufgemacht hat. Das Gebäude zeichnet sich
durch seine schöne Dekoration, die Neorenaissance Fassade und die
Fresken, die vom berühmten Künstler Mikolas Ales stammen, aus. |
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Links im
Bild das
Altstädter Rathaus.
Den Prager Bürgern wurde im 14. Jahrhundert von ihrem König gestattet,
ein Rathaus zu errichten und dort die Stadtverwaltung unterzubringen. Es
wurde im gotischen Baustil gestaltet und verfügt über einen Turm, von
dem aus man eine hervorragende Aussicht auf den Altstädter Ring und die
umliegende Altstadt von Prag hat.
Am
Altstädter
Ring sticht dem Betrachter vor
allem die gotische Teynkirche
(rechts) mit ihren vielen Turmspitzen ins Auge. Nach dem Veitsdom ist
die Teynkirche der bedeutendste gotische Kirchenbau der Stadt. |
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Auch im
Inneren der
Teynkirche findet
man mehrere gotische Werke, aber auch spätere Arbeiten aus der Zeit des
Barock. Außerdem befindet sich in der Teynkirche das Grab des dänischen
Astronomen Tycho de Brahe, dem Lehrer von Johannes Kepler.
Der weiträumige Platz
ist das historische Zentrum von Prag. Hier fanden bedeutende
geschichtliche
Ereignisse wie die Hinrichtung
der aufständischen Protestanten 1621 statt. Auf dem Platz steht das
Jan Hus Denkmal,
das an den weltberühmten tschechischen Reformator erinnert. |
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Weltberühmt
ist die
Astronomische Uhr
des Rathauses, die außer der Uhrzeit auch das jeweilige Sternzeichen und
das aktuelle Datum in einem schön gestalteten Kalender anzeigt. Zu jeder
vollen Stunde ertönt ein Glockenspiel und die Apostel erscheinen. Dieses
sich stündlich wiederholende Schauspiel zieht jedes Mal zahlreiche
Besucher an. |
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Jüdische
Siedlungen in Prag können bis in die Mitte des 12.
Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Das
Haupt-siedlungsgebiet lag in der Gegend des heutigen Josefov,
wo lediglich der jüdische Friedhof, sechs Synagogen und das
jüdische Rathaus
erhalten sind. Die einzige erhaltenen Synagoge des
Prager Ghettos ist die Klausensynagoge aus dem Frühbarock.
Sehenswert sind ferner die Pinkas-, Maisel-, Spanische und
Altneusynagoge. Beachtenswert sind die zwei Zifferblätter
auf dem Turm des Rathauses.
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Die
Pinkas-Synagoge
ist auch eine Gedenkstätte für die jüdischen Bürger der
Tschechoslowakei, die während des Zweiten Weltkrieges umgekommen sind.
An den Wänden der Räume sind die
Namen
von fast 78.000 Menschen, alphabetisch nach Familien und Orten geordnet,
aufgeschrieben. |
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Der
Alte Jüdische Friedhof
in Josefov wurde 1478 eingerichtet. Aus Platz-mangel schichtete man die
Toten in bis zu 12 Schichten übereinander. Auf dem winzigen Flecken
drängen sich heute über 12.000 Grabsteine, doch ruhen hier die Gebeine
von vermutlich 100.000 Verstorbener. |
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Die
Spanische Synagoge ist das
jüngste Gotteshaus auf dem Gebiet der ehemaligen Prager
Judenstadt. Sie steht aber an Stelle der ältesten Synagoge
Prags, der sogenannten Altschul. Sie gehörte zu einem
kleinen, vom eigentlichen Judenviertel abgetrennten Gebiet.
1389 wurde die Altschul bei einem Aufstand gegen die Juden
zerstört. 1516 brannte sie wieder nieder und wurde 1603 und
1622 umgebaut. 1745-1749, als die Juden aus Prag vertrieben
wurden, wurde sie wiederum verwüstet und dann 1750 auf
Kosten von
Israel Frankl Spira
erneuert.
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Bei einem
Abendspaziergang kamen wir beim
Pulverturm
(Prašná brána) vorbei. Er
ist ein 65 Meter hoher
gotischer
Pulverturm,
der seinen Namen dem bis Ende des 17. Jh. hier gelagerten
Schwarzpulver
verdankt. 1475 wurde mit dem Turmbau begonnen. Erst 400 Jahre später
wurden die Bauarbeiten beendet. Im Jahre 1484 wurden die Arbeiten an
diesem Repräsentationsobjekt abgebrochen, da König
Vladislav II.
seinen Amtssitz von der
Altstadt
in die
Burg
verlegte. Der Turm hatte lange Zeit ein provisorisches Dach. Erst im
Jahre 1886 wurde bei einer
Restaurierung
ein
Walmdach
montiert.
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1365
begann man mit dem Bau der dreischiffigen
Teynkirche (Týnský chrám)auch
"Kirche der Jungfrau Maria vor dem
Teyn"
genannt. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und zu Beginn
des 16. Jahrhunderts wurden die Türme (Adam und Eva) fertiggestellt, die
sich nicht gleichen und von denen einer 80 m hoch ist. Der vom Markt aus
gesehen rechte Turm ist ein klein wenig dicker als der Linke. Der Rechte
wird gemeinhin als "Adam" bezeichnet, der linke als "Eva". Im Sommer
spenden Adam und Eva Schatten, deshalb diente Eva im Mittelalter als
Lager für leicht verderbliche Lebensmittel. |
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Mit dem
Bau der
Kirche des hl. Bartholomäus
in
Pilsen
wurde im Jahr 1295 begonnen; zu Beginn des 16. Jh.
wurde dann der Bau vollendet. Auf dem Hauptaltar ist
die Statue der Pilsner Madonna aus dem Jahr 1390 zu
sehen, welche eine der wertvollsten Statuen des sog.
„schönen Stils“ von böhmischen Madonnen darstellt.
Im Jahr 1993 gründete Papst Johannes Paul II. in
Pilsen das Bistum und aus der Kirche wurde die
Bischofskirche / Kathedrale. Der Turm der Kirche ist
mit seiner Höhe von 102,6 m der höchste Kirchturm in
Tschechien und ein beliebtes Ausflugsziel.
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Eine Replik
der Pilsner Madonna aus der Bartholomäuskirche befindet sich auf der
Spitze der
Pestsäule aus dem
17. Jh. auf dem Hauptplatz. Dahinter befindet sich das
Rathaus von Pilsen.
Das auf der nördlichen Seite des Platzes stehende Renaissance-Gebäude
wurde in den Jahren 1554-1559 erbaut. Zu Beginn des 17. Jh. wurde es mit
einem kleinen Turm versehen, in den Jahren 1907-1912 wurde es baulich
abgeändert und mit Sgraffito verziert. |
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Die
Große Synagoge in
Pilsen ist Europas
zweitgrößte
Synagoge (nach der
Großen Synagoge in
Budapest) und die
drittgrößte der Welt. Sie wurde von Architekt Emanuel Klotz
in maurisch-romanischem Stil entworfen. Grundsteinlegung
erfolgte im Dezember 1888, 1893 war der Bau vollendet. Im 2.
Weltkrieg befand sich das Nazi-Hauptquartier im Nebenhaus
(gelbes Haus links) und man wollte die Synagoge sprengen.
Erst nach Rücksprache mit Statikern wurde der Plan
verworfen, da auch dieses Gebäude eingestürzt wäre.
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Das
Westböhmische Museum
entstand im Jahr 1878 und konzentriert sich
auf Sammlungen aus dem Bereich der
Paläontologie, Archäologie, Numismatik,
Geschichte, Militaria, Glas, Porzellan und
sonstiger angewandter Kunst. Anziehend ist
die moderne Exposition der Pilsner
städtischen Rüstkammer, die unter der
Herrschaft Karls IV. entstand und
beispielsweise die älteste europäische
Schießwaffen-sammlung vom Ende des 14. und
Beginn des 15. Jh. enthält.
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Broncefiguren in einem Park in Pilsen:
Spejbl und Hurvínek sind die zwei
berühmtesten
Marionetten
des tschechischen Puppenspielers
Josef Skupa.
Der besondere
Charme dieses Puppenspiels besteht in den witzigen Dialogen zwischen dem
ziemlich schwierigen Vater Spejbl und seinem Sohn Hurvínek, einem sehr
schlauen Kerlchen, das seinen Vater oft mit seinen Fragen zur
Verzweiflung treibt. Die Stücke sind eine gelungene Mischung grotesken
Humors und einer satirischen Sicht auf die Welt.
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Dar Tor
der
Pilsner Brauerei.
Bier wird in Pilsen sozusagen seit der
Stadt-gründung gebraut. Erste schriftliche
Aufzeichnungen mit brauereiähnlichem Charakter
tauchen bereits im Jahr 1307 auf. Es handelt sich um
ein Testament, in welchem Wolfram Zwinilinger seine
Brauerei und Mälzerei der Kirche des hl.
Bartholomäus vererbt. Braumeister Josef Groll braute
am 5. Oktober 1842 das erste untergärige helle
Lagerbier, welches zum Urtyp aller anderen hellen
Biere wurde. Auch hier kehrten wir zu einem
köstlichen Mittagessen und ebenso köstlichen Bieren
ein.
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Bis in der
Burg Karlstein
die wichtigsten Mauern standen, vergingen zehn Jahre, der
Bau der Kapelle des Heiligen Kreuzes dauerte bis 1365. Die
Außenmauern sollten den Eroberungs-versuchen standhalten,
trotzdem wurden die Reichskleinodien in den
Hussiten-kriegen um
1421 evakuiert und über Ungarn nach Nürnberg verbracht.
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